Ein Gehörloser bei den Papua

Der Landesverband Bayern der Gehörlosen und der Hörgeschädigten Bezirksverband Schwaben luden ein zu einem interessanten Informationsnachmittag mit dem Thema: "Ein Gehörloser bei den Papua".

Am Sonntag, den 22. April 2007 ab 13.00 Uhr kamen 55 gehörlose und hörgeschädigte Interessierte aus Schwaben und Oberbayern zum Gehörlosenzentrum Friedberg bei Augsburg. Alle waren gespannt auf den Vortrag über Papua des gehörlosen Carlos Michaud und seiner Frau Palmira aus Lausanne / Schweiz.

 

Nach der Begrüßung in Gebärdensprache auf Deutsch und Französisch stellte Carlos sich und seine Frau selbst vor. Carlos wurde am 23. April 1930 in Brasilien geboren und wuchs dort auf. Der Vater war ein Schweizer, die Mutter Brasilianerin. Palmira ist Französin. Seit 1933 lebt er in der Schweiz.

Carlos erzählte, warum er und seine Frau die abenteuerliche Reise nach Papua gemacht hatten. Zudem hatte er ein großes Hobby: Er sammelte Schmetterlinge aus aller Welt.
Sein Vater bekam eines Tagen einen Telefonanruf von einem damals sehr bekannten Forscher aus der Schweiz. Dieser suchte zwei Gefährten für die Expedition zu den Papua- Kannibalen im Urwald in Indonesien.

Die erste abenteuerliche Reise machte er 1959 auf einer dreimonatigen Expedition bei den Indianern des Amazonasgebietes in Brasilien. Darum hatte Carlos großes Interesse, an der Expedition mitzumachen. Da er 10.000.- Franken zahlen sollte und sein Vater ihm das Geld nicht leihen wollte, konnte Carlos seinen Traum nicht erfüllen.
40 Jahre später wollten Carlos und Palmira ihren Traum erfüllen. In Frankfurt /Main fanden sie einen Expeditionsleiter, der ihnen einen interessanten Programmvorschlag machte: die vier verschiedenen Stämme und Kulturgruppen in Indonesien zu besuchen. Der indonesische Botschafter warnte sie vor der gefährlichen Reise. Carlos und Palmira verschwiegen ihre Taubheit, sonst wären sie nicht zur Reise zugelassen gewesen.
Eine CD zeigte Filmaufnahmen, die Carlos gemacht hatte: Die Stationen der abenteuerlichen Reise, die nicht ohne Gefahr waren. Carlos machte hin und wieder kurze Stopps, um einiges zum Film zu erklären.

 

Die Zuschauer waren angespannt von der gefährlichen Reise, die Carlos und Palmira gewagt hatten. Im indonesischen Urwald mussten sie viele beschwerliche und gefährliche Wege gehen.

Nach ca. einer Stunde gab es erst mal eine Kaffeepause. Die Anwesenden waren froh, sich bei Kaffee und Kuchen etwas unterhalten zu können.
Bevor Carlos seinen Film weiter zeigte stellte er allen Zuschauern eine Quizfrage: Ob den Zuschauern etwas an den Ureinwohnern am Körper aufgefallen war. Der oder die Gewinner/ in bekommt ein kleines Schweizer Spezial- Klappmesser als Preis.
Es meldeten sich Einige, die jedoch leider nicht erraten konnten, was es war. Schließlich meldete sich Rudolf Gast. Er erklärte, was ihm am Ureinwohner aufgefallen war und Carlos jubelte. Also hat Rudolf Gast richtig geraten und bekam des Preis.

 

Nachdem Carlos seinen Vortrag beendet hatte, stellte er sein selbst geschriebenes Buch über seine Erlebnisse bei den Papua vor. Das Buch ist in die Deutsche Sprache übersetzt und kann zusammen mit der DVD gekauft werden.

Carlos und Palmira bedankten sich bei Rudolf Gast ganz herzlich für die Organisation dieses Informationsnachmittages mit einem Buchgeschenk.

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